Die Secret Walls Gallery im Stuttgarter Hauptbahnhof

Temporäre Graffitigalerie im Stuttgarter Hauptbahnhof

Der leere und graue Bonatzbau des Stuttgarters Hauptbahnhof wird zu neuem und bunten Leben erweckt. Die Deutsche Bahn bietet in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Stuttgart mehr als 70 Künstler*innen aus der Sprayerszene aus Stuttgart die Möglichkeit eine riesige Graffitigalerie, die „Secret Walls Gallery“, entstehen zu lassen. Mitten im Gedränge, Wiedersehen, Abschied nehmen und Züge nicht verpassen, arbeiten die Künstler*innen direkt vor Ort. Dadurch erhalten die Gäste des Bahnhofs einen Einblick in den Entstehungsprozess. Zwischen der bunten Vielfalt der Werke und der vielen Stilrichtungen beschäftigen sich die Sprayer*innen mit der historischen Entwicklung des Stuttgarters Graffiti.

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Wände I Walls

Die „Secret Walls Gallery“ ist ein Teil des dreiteiligen Ausstellugsprojekts „WÄNDE I WALLS“. In der Ausstellung beschäftigen sich die Künstler*innen mit der Auseinandersetzung mit der Raumgrenze Wand. In den drei Ausstellungsorten im Kunstmuseum Stuttgart, im StadtPalais und in der Bahnhofshalle des Stuttgarter Hauptbahnhofs, ist die Ausstellung ab dem 26. September 2020 eröffnet. Die Ausstellung in der Bahnhofshalle können Sie bereits jetzt schon genießen. Wenn Sie Glück hatten, konnten Sie auch die Entstehung mitverfolgen. Die spektakuläre Aktion können Sie bis Ende Herbst bestaunen.
Die Ausstellung zeigt 30 internationale Werke von 1966 bis heute. Die Werke thematisieren Wände unterschiedlich. Die Funktion der Wände, das Ein- und Ausschließen, werden von Künstler*innen wie beispielsweise Monica Bonvicini oder Yoko Ono dargestellt. Zusätzlich bestimmen sie unsere Lebensräume als Architekturelement und sind für unsere identitätsstiftenden Prozesse verantwortlich. Damit beschäftigten sich Künstler*innen wie Ernst Caramelle und Bruce Nauman. Sie begreifen die Wand als Gegenüber oder sprechen ihnen menschliche Züge zu. Der White Cube gilt als gängigste Präsentationsform zeitgenössischer Kunst. Jeewi Lee und Sol LeWitt interpretieren in ihren Arbeiten, wie die weißen Wände mit Wirkung und Wahrnehmung die Kunstwerke beeinflussen. Während sich die Graffitikunst im Hauptbahnhof mit einer Gestaltung von Außenwänden befasst, beschäftigen sich die Wandarbeiten im Kunstmuseum mit der Realisierung im Innenraum. Im StadtPalais wird die Geschichte der Sprayerszene in den letzten Jahrzehnten im Stuttgarter Kessel gezeigt und durch Einblicke auf einschlägige Spots der gegenwärtige Sprayerszene verdeutlicht.

Eintritt

Der Eintritt inklusive Graffiti im Kessel und Sammlung im Kunstmuseum liegt zwischen 8€ und 11€. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei. Die „Secret Walls Gallery“ ist öffentlich zugänglich.


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